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Madame Lenormand

Inhaltsverzeichnis

Marie Anne Lenormand – Porträt der berühmten Pariser Wahrsagerin
Marie Anne Lenormand (1772–1843), die Namensgeberin der Lenormandkarten.

Madame Lenormand – mit bürgerlichem Namen Marie Anne Lenormand – war die berühmteste Wahrsagerin ihrer Zeit. Im Paris der Französischen Revolution und der Napoleon-Ära legte sie die Karten für die Mächtigen, und ihr Name lebt bis heute weiter: im Lenormand-Kartendeck, das nach ihr benannt ist.

Doch wer war die Frau wirklich, und hat sie die Lenormandkarten tatsächlich erfunden? Hier bekommst du die Geschichte – und kannst ihre Karten gleich selbst online legen.

Im Geist von Madame Lenormand

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Eine der 36 Lenormandkarten für heute – tippe auf die Karte und sieh, welche Botschaft sie für dich bereithält.

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Wer war Marie Anne Lenormand?

Geboren wurde sie 1772 im normannischen Alençon. Schon früh verwaist, kam sie als junge Frau nach Paris und machte sich dort als Kartenlegerin einen Namen – mitten in den Wirren der Revolution, als niemand wusste, was der nächste Tag bringt. Genau in dieser Unsicherheit wurde sie gefragt.

Zu ihren Kundinnen und Kunden sollen die ersten Namen der Zeit gehört haben: Berichtet wird vor allem von Joséphine de Beauharnais, der späteren Frau Napoleons, die sie über Jahre konsultiert haben soll. Auch Revolutionsgrößen wie Robespierre und Marat werden in den Anekdoten genannt – belegt ist vieles davon nicht, aber es zeigt, welchen Ruf sie schon zu Lebzeiten hatte. Man nannte sie die „Sibylle vom Faubourg Saint-Germain“.

Mit ihren Lesungen wurde sie wohlhabend und bekannt, schrieb mehrere Bücher und geriet wegen ihrer Vorhersagen mehr als einmal ins Visier der Obrigkeit. Sie starb 1843 in Paris – als reiche, berühmte Frau, was für eine Wahrsagerin jener Zeit alles andere als selbstverständlich war.

Hat Madame Lenormand die Lenormandkarten erfunden?

Das ist der verbreitetste Irrtum: Nein. Das heutige Lenormand-Deck mit seinen 36 Karten – das „Petit Lenormand“ – wurde erst nach ihrem Tod veröffentlicht. Ein Verleger benannte es um 1846 nach ihr, um von ihrer Berühmtheit zu profitieren. Marie Anne Lenormand selbst legte mit anderen Karten.

Ihr Name ist also kein Urheber-, sondern ein Ehrenname: Er steht für die Kunst des klaren, alltagsnahen Kartenlegens, für die sie berühmt war. Genau dafür stehen die Lenormandkarten bis heute – 36 eindeutige Bilder wie Schiff, Ring, Sarg oder Herz, die im Zusammenspiel eine Aussage ergeben.

Die Lenormandkarten heute online legen

Du musst keine Sibylle sein, um die Karten zu befragen. Bei Soultarot legst du die Lenormandkarten kostenlos und ohne Anmeldung direkt am Bildschirm – so, wie Madame Lenormand es vor 200 Jahren am Tisch tat, nur ohne eigenes Deck:

Die Bedeutung jeder einzelnen Karte findest du in der Übersicht aller 36 Lenormandkarten.

Häufige Fragen

Wer war Madame Lenormand?

Marie Anne Lenormand (1772–1843) war die berühmteste Kartenlegerin im Paris der Revolutions- und Napoleon-Zeit. Sie wurde mit ihren Lesungen wohlhabend und gilt als Namensgeberin der Lenormandkarten.

Hat Madame Lenormand die Lenormandkarten erfunden?

Nein. Das 36-teilige Lenormand-Deck wurde erst nach ihrem Tod um 1846 veröffentlicht und ihr zu Ehren benannt. Sie selbst legte mit anderen Karten.

Für wen legte sie die Karten?

Berichtet wird vor allem von Joséphine de Beauharnais, der Frau Napoleons. Viele weitere prominente Namen ranken sich um sie, sind historisch aber nicht alle gesichert.

Kann ich heute mit den Lenormandkarten legen?

Ja. Du kannst die 36 Lenormandkarten bei Soultarot kostenlos online ziehen – als Tageskarte, 3-Karten-Legung oder größere Legung, jeweils mit Deutung.

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