Die Lenormandkarten kommen mit 36 Bildern aus, und jedes hat eine feste Grundbedeutung. Der Schlüssel steht für Gewissheit, die Wolken für Zweifel, das Herz für Liebe. Hier findest du alle 36 Karten mit ihrer Kernaussage auf einen Blick. Tippst du auf eine Karte, kommst du zur ausführlichen Deutung. Dort warten Kombinationen, Zeitangaben und die Bedeutung für Liebe, Beruf und Gesundheit.
Beim Lenormand zählt selten die einzelne Karte. Die Bilder ergeben erst zusammen einen Satz, und die Nachbarkarte färbt die Aussage. Wenn du gerade anfängst, präg dir zuerst die 36 Grundbedeutungen unten ein. Das Kombinieren kommt danach fast von allein.
Benannt sind die Karten übrigens nach Madame Lenormand, der berühmtesten Wahrsagerin des 19. Jahrhunderts.
Alle 36 Lenormandkarten & ihre Bedeutung
Wie du die Lenormandkarten liest
Lies immer in Paaren. Zwei Karten nebeneinander ergeben eine Aussage, bei der die erste das Thema vorgibt und die zweite es näher bestimmt. Schlüssel und Herz heißt: sichere Liebe. Schlüssel und Sarg heißt: das Thema ist sicher vorbei. Dieselbe Karte sagt also je nach Nachbar etwas ganz anderes.
Bei größeren Legungen schaust du, welche Karten direkt um deine Personenkarte herumliegen. Was rechts daneben liegt, deutet meist auf die Zukunft, was links liegt, auf das, was schon da war. Du musst nichts erzwingen. Lies die Karten wie einen kurzen Satz und bleib bei der konkreten Frage, die du gestellt hast.
Die wichtigsten Kartengruppen
Ein paar Karten tauchen in fast jeder Legung in einer besonderen Rolle auf. Wer sie kennt, findet sich schneller zurecht:
- Personenkarten: Mann (28) und Frau (29) stehen für die ratsuchende Person oder den Partner. Der Reiter kann ein junger Mann sein, die Schlange eine andere Frau.
- Freundliche Karten: Sonne, Klee, Herz, Schlüssel und Stern bringen Schwung in eine Legung und mildern, was daneben liegt.
- Herausfordernde Karten: Sarg, Sense, Berg, Kreuz und Mäuse zeigen Enden, Blockaden oder Sorgen an. Sie sind kein Urteil, sondern ein Hinweis, wo es gerade hakt.
- Zeitkarten: Reiter und Sense deuten auf etwas Schnelles, Anker und Berg auf etwas Langsames. So bekommst du ein Gefühl fürs Tempo.
Lenormandkarten online legen
Du brauchst die Bedeutungen nicht auswendig, um loszulegen. Zieh deine Lenormand Tageskarte oder probier die kostenlose 3-Karten-Legung und lies mit der Übersicht oben direkt mit. Einen Überblick über alle Legungen findest du auf der Lenormand-Startseite.
Häufige Fragen
Wie viele Lenormandkarten gibt es?
Ein Lenormand-Deck hat 36 Karten, von der Nr. 1 (Reiter) bis zur Nr. 36 (Kreuz). Jede Karte trägt eine feste Nummer und ein klares Bildmotiv.
Was bedeuten die Lenormandkarten?
Jede der 36 Karten steht für ein Lebensthema, etwa das Herz für Liebe oder die Wolken für Zweifel. Die Kurzbedeutung aller Karten findest du in der Übersicht oben, die volle Deutung auf der jeweiligen Kartenseite.
Wie lese ich Kartenkombinationen?
Du verbindest immer zwei benachbarte Karten zu einer Aussage. Die erste Karte nennt das Thema, die zweite gibt die Richtung. Aus Ring und Mäuse wird so eine Bindung, die schwächer wird. Probier es direkt aus: hier kannst du Lenormand Kombinationen deuten.
Was ist der Unterschied zwischen Lenormand und Tarot?
Tarot arbeitet mit 78 Karten und vielschichtigen Symbolen, die einzeln viel Spielraum lassen. Lenormand nutzt 36 Karten mit alltagsnahen Bildern und lebt vom Zusammenspiel benachbarter Karten. Dadurch fallen die Aussagen meist konkreter aus.
Womit fange ich als Anfänger an?
Lern zuerst die 36 Grundbedeutungen und zieh täglich eine Karte. Wenn dir die Bilder vertraut sind, legst du zwei oder drei Karten und übst das Verbinden. Mehr Tempo braucht es am Anfang nicht.
Wer war Madame Lenormand?
Marie Anne Lenormand (1772–1843) war die berühmteste Kartenlegerin ihrer Zeit; die Lenormandkarten sind nach ihr benannt. Mehr dazu auf unserer Seite zu Madame Lenormand.