Was sind Kipperkarten?
Die Kipperkarten sind ein traditionelles Wahrsage- und Orakelkartendeck aus dem deutschsprachigen Raum. Es besteht aus 36 durchnummerierten Karten, die – anders als bei vielen anderen Decks – auffällig viele Personen und alltägliche Situationen zeigen: vom „Guten Herrn“ über die „Ehestandskarte“ bis zu „Großes Glück“. Genau diese klare Bildsprache macht die Kipperkarten so beliebt und auch für Einsteiger gut zugänglich.
Entstanden sind die Karten um 1890; herausgegeben wurden sie vom Münchner Verleger Matthias Seidlein. Ihren Namen tragen sie vermutlich nach der Wahrsagerin Susanne Kipper, die im 19. Jahrhundert in Berlin und München wirkte. In Bildmotiven und Bedeutungen sind die Kipperkarten eng mit den Zigeunerkarten verwandt, bilden aber ein eigenständiges System.
Auf dieser Seite findest du die Bedeutung aller 36 Kipperkarten im Detail – jeweils mit allgemeiner Deutung, der Bedeutung in der Liebe und einem kurzen Fazit. Tippe in der Übersicht auf eine Karte, um direkt zu ihrer ausführlichen Deutung zu springen.
Alle 36 Kipperkarten & ihre Bedeutung
Wie deutet man die Kipperkarten?
Die Deutung der Kipperkarten lebt von ihrer Bildsprache und dem Zusammenspiel der Karten. Diese Grundregeln helfen dir beim Lesen:
- Personenkarten als Stellvertreter: Die „Männliche Hauptperson“ (1) und die „Weibliche Hauptperson“ (2) stehen meist für den Fragenden selbst oder die wichtigste Person der Frage. Sie sind der Ausgangspunkt einer Legung.
- Nähe entscheidet: Karten, die nah bei der Hauptperson liegen, wirken stark und unmittelbar – weiter entfernte Karten beschreiben eher Hintergrund oder Zukunft.
- Leserichtung beachten: Worauf die Hauptperson „blickt“, zeigt, worauf sie zugeht (Zukunft); was hinter ihr liegt, gehört zur Vergangenheit.
- Erste Karte = Thema: In einer Reihe gibt die erste Karte das Grundthema vor, die folgenden Karten ergänzen und verändern es.
- Die richtige Frage stellen: Offene Fragen wie „Wie entwickelt sich …?“ oder „Worauf sollte ich achten?“ liefern aussagekräftigere Bilder als reine Ja-/Nein-Fragen.
Kipperkarten Kombinationen
Eine einzelne Karte gibt die Richtung vor – ihre volle Aussage entsteht aber erst in der Kombination mit den Nachbarkarten. Dieselbe Karte kann je nach Umfeld unterschiedlich ausfallen. Einige typische Beispiele:
- Hauptperson + Angenehmer Brief (7): eine erfreuliche, persönliche Nachricht.
- Ehestandskarte (3) + Guter Ausgang in der Liebe (15): eine glückliche, gefestigte Beziehung.
- Viel Geld gewinnen (11) + Unverhofftes Geld (27): ein unerwarteter finanzieller Segen.
- Falsche Person (8) + Gericht (23): eine Täuschung, die zu einer Auseinandersetzung führt.
- Eine Reise (10) + Ein Haus (20): ein Umzug oder eine Rückkehr nach Hause.
Je mehr du mit den Karten arbeitest, desto sicherer erkennst du solche Verbindungen. Es lohnt sich, eigene Deutungen zu notieren – so entwickelst du mit der Zeit dein persönliches Gespür für die Kipperkarten.
Kipperkarten oder Lenormand – der Unterschied
Beide Decks umfassen 36 Karten und werden oft verwechselt, unterscheiden sich aber deutlich: Die Kipperkarten zeigen vor allem Personen und Alltagsszenen und werden bildhaft und situativ gedeutet. Die Lenormandkarten arbeiten mit symbolischen Einzelmotiven (Sarg, Anker, Sterne …) und einem festeren Häuser- und Kombinationssystem. Kurz gesagt: Kipper ist erzählerisch-personenbezogen, Lenormand symbolisch-strukturiert.
Kipperkarten online legen
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Häufige Fragen zu den Kipperkarten
Was sind Kipperkarten?
Kipperkarten sind ein traditionelles 36-teiliges Wahrsagekartendeck aus dem deutschsprachigen Raum, das überwiegend Personen und Alltagssituationen darstellt und für klare, lebensnahe Deutungen genutzt wird.
Wie alt sind die Kipperkarten und woher kommt der Name?
Die Kipperkarten entstanden um 1890 beim Münchner Verleger Matthias Seidlein. Ihren Namen tragen sie vermutlich nach der Wahrsagerin Susanne Kipper, die im 19. Jahrhundert in Berlin und München tätig war.
Wie viele Kipperkarten gibt es?
Das Deck besteht aus 36 durchnummerierten Karten – von der „Männlichen Hauptperson“ (Nr. 1) bis zur Karte „Die Hoffnung“ (Nr. 36).
Wie deutet man Kipperkarten richtig?
Man geht von den Hauptpersonen als Stellvertreter aus und liest die umliegenden Karten je nach Nähe und Leserichtung. Die erste Karte gibt das Thema vor, die Nachbarkarten ergänzen und verändern die Aussage.
Was ist der Unterschied zwischen Kipper- und Lenormandkarten?
Beide Decks haben 36 Karten. Kipperkarten zeigen vor allem Personen und Alltagsszenen und werden bildhaft gedeutet, Lenormandkarten arbeiten mit symbolischen Motiven und einem festeren Kombinations- und Häusersystem.
Kann man Kipperkarten kostenlos online legen?
Ja. Bei Soultarot kannst du die Kipperkarten kostenlos und ohne Anmeldung legen – zum Beispiel als Tageskarte, in der 3er-Legung oder der 9er-Legung.